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Die Pauke war schon im frühesten Altertum vielen Völkern bekannt und gehört daher in ihren verschiedenen Formen zu den ältesten Instrumenten. Das Ursprungsland des heute als "Kesselpauke" bezeichneten Instruments ist nicht mehr genau feststellbar. Es läßt sich jedoch nachweisen, daß im Jahre 1457 im Gefolge einer magyarischen Gesandtschaft größere Kesselpauken nach Lothringen gelangten, wo sie großes Aufsehen erregten. Die deutsche Bezeichnung "Pauke" stammt möglicherweise vom urindogermanischen "buk", d.h. "brüllen"; der Name wird aber auch mit dem chinesischen "pok" (gleichbedeutend mit Trommel) in Verbindung gebracht. Die Pauke ist ein Schlaginstrument, bei dem die Tonhöhe ausnahmsweise genau bestimmt und "eingestellt" werden kann. Dadurch bot es sich an, die Pauken meist paarweise einzusetzen, wobei eine im Grundton der jeweils verwendeten Tonart und die andere in der Quint oder Quart gestimmt wurden. Nachdem auf den damals gebräuchlichen Pauken nur jeweils zwei bis drei Töne "schön" klangen, konnte das erforderliche Intervall nur durch unterschiedliche Durchmesser von Fell und Kessel erreicht werden.
Bei den in Deutschland anfänglich verwendeten Pauken wurde das Fell noch durch komplizierte Verschnürungen nach orientalischer Art befestigt und gespannt. In der weiteren Entwicklung zog man das Fell über Holz-oder Eisenreifen, wodurch es mit einem darüberliegenden Zugring über den Kessel gespannt und fixiert werden konnte. Die Fellspannung und damit die Tonhöhe waren durch Flügelschrauben am Zugring und Widerlager am Kessel variierbar. Als Felle verwendete man ungegerbte und nicht mit Kalk behandelte Kalbs- oder Eselshäute. (Quelle: Breitkopf & Härtel, "Die Instrumentation 10"; Wecking "Paukenschule" 1949.)
Bei den "Kaiserlichen" waren bis 2004 Pauken mit getriebenem Kupferkessel und Kalbsfellen in Benutzung, die etwa 100 Jahre alt waren. Ihre Gebrauchsfähigkeit hat im Laufe der Jahre soweit nachgelassen, daß sie ersetzt werden mußten. Ab 2005 kommt daher eine Neuanfertigung der Firma “lefima” nach historischem Vorbild zum Einsatz. Für die Verwendung auf dem Pferd sind auch diese Pauken analog der vormaligen Konstruktion mit einem Eisenrahmen verbunden, der auf den dazugehörigen Spezialsattel aufgeschraubt werden kann. Als Besonderheit weist der Zugring nicht die üblichen Flügelschrauben auf, sondern ist mit unauffälligen Vierkantschrauben versehen, die zum Stimmen einen entsprechenden Schlüssel erfordern. Die wichtigste Aufgabe des Paukers besteht darin, zumindest beim Festzug diesen Schlüssel nicht zu verlieren... Dies gilt in gleichem Maß für die alten und die neuen Pauken.
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